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Alle Filme werden im französischen Original mit englischen Untertiteln gezeigt. Eine Einführung in das Leben und das Werk Jean Painlevés gibt der freie Filmemacher Thomas Tode.

Painlevé schuf eine Synthese aus wissenschaftlichem Dokumentarfilm und cinéma pur der Avantgarde. Seine Filme, zeigen eine Welt, in der ununterbrochen unterjocht und gekämpft wird: fressen und gefressen werden. Die schlimmsten Barbareien oder Grausamkeiten des Tierreichs beschreibt der Kommentar wissenschaftlich nüchtern. Empathie mit dem Tier ist ihm fremd. Die Filme sind Statements gegen eine falsch verstandene Humanisierung des Tieres, in der den Lebewesen menschenähnliches Verhalten, unterstellt wird, sondern transzendieren das für uns Nicht-Verstehbare.

 

LE VAMPIRE (F 1945 | 9 min.) ist ein wissenschaftlicher Film über eine 10 cm große, südamerikanische blutsaugende Fledermaus, vertont mit Jazzmusik.

 

In L’HIPPOCAMPE (Das Seepferdchen, F 1931 | 19 min.) bevölkern die mit Dornen geharnischten Seetiere den Meeresgrund in Rudeln. Ihr lustiges, groteskes Aussehen mit Pferdekopf und geringelten Schwanz garantiert dem Film seine Beliebtheit.

 

Der Farbfilm OURSINS (Die Seeigel, F 1954 | 11 min.) vergleicht die Stacheln des Seeigels mit den Säulen eines Tempels: gelbe Fühler vor schwarzem Hintergrund – Farben wie von einem anderen Welt.

 

LES AMOURS DE LA PIEUVRE (Die Liebe der Kraken, F 1967 | 14 min.) frönt dem Liebesleben der Tintenfische, zeigt wie sie Krabben vertilgen oder alle Tentakel auf das Weibchen werfen.

 

In ACÉRA OU LE BAL DE SORCIÉRES (Acera oder der Hexentanz, F 1972 | 15 min.) pumpen sich Gruppen von grell weißen Moluskeln auf der schwarzen Bühne empor, lassen einen Tanz von Bettlaken-Geistern oder ein Ballett von Hexen erscheinen.

 

Eine Kooperation mit Flensburger Kurzfilmtage und GreenScreen Eckernförde.